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Reiseberichte aus Kenia und Brasilien von Jörg Wurmisch

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Allein unterwegs in Nordkenia

Kenia Reiseberichte

Endlich war es so weit! Meine liebe Frau hat ihr "Ja" gegeben und mein Traum, Nordkenia und den Turkanasee zu bereisen, war beschlossene Sache. Im Videotext suchten wir gemeinsam ein Flugangebot für mich heraus. Vom 29.05.05 bis 27.06.05 dauerte die Reise. Der Flug ging von Berlin-Tegel über Amsterdam mit Kenia Airways nach Nairobi.

Nordkenia Marsabit

Nordkenia Moyale

Mit dem Zug quer durch Kenia

Kenia Reiseberichte

Auf den Spuren von Hans Schomburgk wollten wir in unseren sechs Wochen Keniaurlaub wandeln. Wir hatten eine Pauschalreise bei Neckermann gebucht. Drei Wochen in Malindi an der Nordküste und drei Wochen Diani Beach an der Südküste. Schon in Deutschland hatten wir uns es in den Kopf gesetzt, mit der Eisenbahn von Mombasa nach Kisumu am Viktoriasee zu reisen.

Kenia

Kenia

Mit der Royal Star nach Sansibar

Kenia Reiseberichte Sansibar

Private Reiseberichte - Reiseerfahrung mit einer Kreuzfahrt - Erfahrung - African Safari Club - Mombasa - Sansibar (Zanzibar) - Tansania

Wir hatten eigentlich drei Wochen nur Badeurlaub im African Safari Club gebucht. Vierzehn Tage hatten wir sehr schlechtes Wetter, so schlecht, daß die Hotelleitung heißen Grog für die Gäste spendierte. Dann war da ein wunderbares Angebot vom African Safari Club und mit ihm kam das gute Wetter. Eine Fahrt mit der Royal Star von Mombasa nach Sansibar.

Sansibar

Sansibar

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Auf dem Rio Negro stromaufwärts

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Die Reiseroute geht über Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Sudan, Dschibuti, Äthiopien, Uganda, Kenia, Tansania, Madagaskar, Mosambik Südafrika, Kongo, Gaben, Kamerun, Guinea, Ghana, Mali, Liberia, Teneriffa, Madeira und Marokko

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Kenia im Überblick

 

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Geographie

Kenia grenzt im Norden an den Sudan und Äthopien, im Osten an Somalia, im Westen an Uganda, im Süden an Tansania und im Südosten an den Indischen Ozean. Der größte Teil des Landes, vor allem im Norden und Osten, ist Trocken- oder Halbtrockengebiet. Vom Indischen Ozean steigt das Land langsam vom Buschland über das fruchtbare Ackerland bis zum Hochland an. Fläche: Kenia bedeckt ein Gebiet von etwa 582.646 qkm und liegt beidseitig des Äquators.
Klima: In den Tiefebenen, vor allem entlang der Küste, herrscht tropisches Klima, heiß und feucht. Auf den Hochebenen und im Hochland ist das Klima gemäßigter. In Westkenia und dem größten Teil von Nyanza kommt es zu heftigen Regenfällen. Es gibt zwei Regenzeiten, die langanhaltenden Regenfälle von April bis Juni und die kurzanhaltenden Regenfälle von Oktober bis November. Während der Trockenzeit von September bis März ist Kenia aufgrund seines warmen Klimas ein ideales Urlaubsland. Bevölkerung: Gemäß der nationalen Volkszählung im August 1999 leben schätzungsweise 28.808.658 Kenianer im ganzen Land verteilt. In den Halbtrockengebieten im Norden und Nordosten leben kaum mehr als 2 Personen/qkm, im reichen und fruchtbaren Westen dagegen 120 Personen/qkm. Im Rift Valley variiert die Bevölkerungsdichte von Gebiet zu Gebiet mit einem Durchschnitt von 13 Einwohnern/qkm. Fast 25% der Gesamtbevölkerung lebt in den Großstädten Nairobi, Mombasa und Kisumu und großen Städten wie Nakuru. 50,48% der Gesamtbevölkerung sind Frauen. Ethnische Gruppen Kuschiten: Diese Gruppe umfasst Somali, Orma, Rendille und Borana. Bantu: Hierzu zählen Gikuyu, Luhya, Kamba, Embu, Meru und Kisii. Niloten: Diese Gruppe umfasst die Luo, Kalenjin, Maasai, Teso und Samburu. Religion: Protestanten 38%, Katholiken 28%, Naturreligionen 26%, Moslems 7%, Andere 1% Sprachen: Englisch (Amtssprache), Swahili (Nationalsprache), örtliche Dialekte. Wichtige Handelsstädte: Nairobi ist die Hauptstadt Kenias und ein Handelszentrum. Die Stadt liegt ca. 500 km von der Küste entfernt auf halbem Weg zwischen den Hauptstädten Ugandas und Tansanias. Sie ist die größte Stadt Ostafrikas und Sitz zweier UN-Behörden, UNEP und Habitat. Mombasa ist Kenias wichtigster Hafen und ein beliebter Urlaubsort. Die Stadt liegt auf einer Insel in einer geschützten Bucht. Es ist der einzige Hafen, der nicht nur Kenia versorgt, sondern auch Binnenländer wie Uganda, Rwanda, Burundi, die Demokratische Republik Ostkongo und Südsudan. Kisumu ist die größte Hafenstadt am Victoria-See und vesorgt Kenia, Uganda und Tansania. Nakuru ist eine Stadt im Becken des Rift Valley; sie lebt von Landwirtschaft und Industrie. Eldoret liegt an der Hauptverkehrs- und Eisenbahnstrecke nach Uganda. Es lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft und versorgt die Weizen- und Maisanbauer am Nordgraben..

Nordkenia:

Es gibt Teile von Kenia, von denen selbst Kenianer nichts wissen und wo sich selten ein Reisender hin verirrt. Der Norden von Kenia ist Ödland. Es ist mit wenigen Ausnamen, mehr als zehn Monate im Jahr, völlig ausgedörrt. Nordkenia ist für Individualreisende noch immer eine der aufregendsten Regionen Afrikas. Nordkenia ist die Heimat vieler nomadischer Viehhirten wie der Turkana, Samburo, Rendille, Gabbra, Borana und Somali. Das beliebteste Ziel einer Reise dort hin ist der Turkanasee. Es werden, nach dem die Straßen sicherer als vor ein paar Jahren sind, wieder organisierte Touren angeboten. Wo auch immer es möglich ist gibt es kleine Ansiedlungen. Die Menschen führen dort ein karges Leben. Die Wüstenstädte haben einen besonderen Reiz und liegen oft hunderte Kilometer auseinander. Sie sind sehr wichtig für die Nomaden. Der Reisebericht: "Allein unterwegs in Nordkenia" schildert, mit einem Hauch von Abenteuer, eine Reise die für Europäer ungewöhnlich in dieser Region ist. Ich reiste wie die meisten Kenianer dort reisen. Ich besuchte von Nairobi aus, die Orte: Kitale, Lodwar, Kalokol, Turkanasee, Lokichoggio, Karen Blixen, Isiolo, Moyale, Marsabit, Nationalpark Marsabit, Nanyuki und Meru. Das kleine Städtchen Kitale, ursprünglich von weißen Siedlern errichtet, liegt am Fuße des Mount Elgon. Die Stadt ist Ausgangspunkt für die Fahrt in das Gebiet der Turkana am Westufer des Turkana- Sees. Lodwar ist die einzige größere Stadt im Umkreis von mehreren hundert km und sie ist die Verwaltungsstadt vom Turkana- Distrikt. Der Turkana- See ist mit 6405 km² das größte Binnengewässer Kenias; der nördlichste Teil gehört jedoch noch zu Äthiopien. Lokichoggio befindet sich im Nordwesten Kenias. Der Ort liegt nahe der Grenze zu Uganda und ist der letzte kontrollierte Außenposten Kenias vor dem Sudan. Der Ort Isiolo liegt zwischen dem fruchtbaren Hochland und der Wüste. Er ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Weiterreise nach Moyale über Marsabit und Mandera über Wajir. Moyale liegt im Norden von Kenia. Sie ist eine Stadt, die sich über kenianisches und äthiopisches Gebiet erstreckt. Mit ihrem kleinem Zentrum und einer Umgebung mit weitläufig lockerer Bebauung ist sie eine hübsche Stadt. Der Ort Marsabit ist Verwaltungshauptstadt des größten Bezirks von Kenia. Er liegt in einer Höhe von eintausend Meter. Inmitten einer trockenen Wüstenlandschaft ist der Ort eine faszinierende Bergoase. Im Nationalpark Marsabit gibt es noch undurchdringlichen Hochwald, herrliche Kraterseen, viele Elefanten und noch mehr Büffel. Die Marsabit Lodge liegt in eintausendsiebenhundert Meter Höhe. Nanyuki liegt auf dem Äquator und ist Zentrum der Landwirtschaft. Der Ort liegt nahe dem Mount Kenya. Meru liegt nahe dem Äquator und hat viele öffentliche Bauten. Der Ort liegt auf einer Höhe von eintausendfünfhundert Meter nahe dem Mount Kenya.

Die Uganda - Bahn:

Die Uganda-Bahn ist eine 940 km lange Bahnstrecke in Uganda und Kenia in Ostafrika, die zwischen dem Hafen Mombasas am Indischen Ozean und Kampala verläuft. Wichtige Stationen sind Mombasa, Nairobi, Nakuru und Kisumu am Viktoriasee. Mombasa, gelegen auf einer Insel, ist die zweitgrößte Stadt in Kenia. Längst hat sie sich auf das Festland ausgeweitet. Im Süden verbunden durch die Likoni-Fähre, im Westen bildet der Makupa-Damm die Verbindung, und im Norden überspannt die Nyali-Brücke den oberen Teil des Crew und Mombasas alten Hafen. Der Handel über Kenias größten Hafen ist die Lebensader Mombasas. Eine wichtige Einnahmequelle durch den Tourismus sind die Strände nördlich und südlich von Mombasa. Nördlich von Mombasa befindet sich die größte Zementfabrik von Afrika. Nairobi ist die Hauptstadt von Kenia, 500 km von der Küste entfernt liegt sie auf 1670 m über dem Meeresspiegel und hat ca. 2Mill. Einwohner. Sie ist die größte Stadt zwischen Kairo und Johannesburg und zählt zu den wichtigsten Handelszentren in Ostafrika. Nakuru liegt 160 km auf 1850 m Höhe zwischen dem Lake Nakuru und dem Vulkankrater Menengai. Sie ist mit 150000 Einwohner nach Kisumu die viertgrößte Stadt in Kenia. Kisumu, der heute 400000 Einwohner umfassende hübsche Ort liegt am Viktoriasee. Kisumu ist ein bedeutender Industriestandort und besitzt eine Großbrauerei, Getreide-, Fisch- und Zuckerfabriken, Düngemittel- und Fischnetzfabrikation.

 

Reisebericht Sansibar: Mit der Royal Star nach Sansibar (Tansania)

Sansibar (auch Zanzibar) ist eine Inselgruppe vor der Ostküste Afrikas. Sie besteht aus der Hauptinsel Unguja, und der weiter nördlich gelegenen Insel Pemba. Unguja hat eine Größe von 1.658 km² und Pemba eine Größe von 984 km². Sansibar ist ein autonomer Teil des Unionsstaates Tansania (Der Landesname Tansania setzt sich aus den zwei föderalen Teilen: Tanganjika und Sansibar, verbunden mit der Bezeichnung Azania zusammen). Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist Zanzibar City mit der weltberühmten Altstadt Stone Town auf Sansibar. Die Inselhauptstadt von Pemba ist Chake Chake.

 

 

Brasilien im Überblick

 

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Flagge: Das Grün des Grundes symbolisiert Brasiliens Waldreichtum, das Gelb der Raute Brasiliens Reichtum an Gold und anderen Bodenschätzen, die blaue Himmelskugel das Blau des Himmels über Brasilien, die weißen Sterne stehen für die einzelnen Bundesstaaten. Das Schriftband trägt das Motto Ordem e Progresso (Ordnung und Fortschritt) Name: Föderative Republik Brasilien Bevölkerung: 169.872.856 (2000) Hauptstadt: Brasília - Bevölkerung: 2.051.000 (2000) Staatswappen: Auf einem in den Nationalfarben (grün/gelb) facettierten Stern liegt eine mit dem Sternbild Kreuzdes Südens versehene blaue Scheibe, deren Rand mit 27 Sternen (Zahl der Gliedstaaten) besetzt ist.Das Ganze ruht auf einem Kranz aus Kaffee- und Tabakblättern, unterhalb dessen sich der Schriftzug República Federativa do Brasil - 15 de novembro de 1889 (Datum der Ausrufung der Republik) befindet Nationalhymne: Ouviram do Ipiranga as margens plácidas Musik: Francisco Manuel da Silva (1795-1865); Text: Joaquim Osório Duque Estrada (1870-1927) Nationalfeiertag: 7. September (Unabhängigkeitstag, 1822) Regierungsform: Präsidiale Republik Währung: Real Sprache: Portugiesisch (mit brasilianischen Eigenarten) Religion: Christentum (85% römisch-katholisch; 11% protestantisch; 4% andere); afrobrasilianische Kulte Fläche: 8.511.996,3 km2 Lage: Östliches Südamerika Klima: Äquatorial (Norden), tropisch (Nordosten, Mitte, Südosten) und subtropisch (Süden) Hauptflüsse: Amazonas, Rio Negro, São Francisco, Paraná, Jurú, Madeira, Purus, Tocantins, Araguaia, Japurá,Tapajós Bevölkerungsreichste Städte: São Paulo, Rio de Janeiro, Salvador, Belo Horizonte, Fortaleza, Brasília, Recife, Curitiba, Porto Alegre, Belém Kultur: Die brasilianische Kultur zeichnet sich durch ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Kreativität aus. Hierfür gibt es vielfältige Gründe, ganz sicher läßt sich dieser Umstand jedoch unter historischen Gesichtspunkten hinlänglich erklären. Die ursprünglichen Bewohner Brasiliens waren Indianer. Nach der Landung der Portugiesen im Jahr 1500 siedelten sich Einwanderer aus verschiedenen Teilen Europas im Gebiet des heutigen Brasiliens an. Ferner wurden afrikanische Sklaven ins Land gebracht und als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, insbesondere auf den Zuckerplantagen, eingesetzt. Im Verlauf der Jahrhunderte vermischten sich die Kulturen der einzelnen Siedlergruppen, und aus den unterschiedlichen Elementen entwickelte sich nach und nach ein neues harmonisches Ganzes. Allerdings bestehen innerhalb Brasiliens von Region zu Region noch heute recht erhebliche kulturelle Unterschiede. So ist der Einfluß der Urbevölkerung am stärksten in Amazonien zu spüren. Der afrikanische Kulturbeitrag schlägt sich bis heute vor allem in den Bundesstaaten Bahia und Maranhão nieder, wohingegen die Europäer besonders im Süden des Landes ihre Spuren hinterlassen haben. Hier gibt es Regionen von der Größe kleinerer europäischer Staaten, die vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorwiegend von Italienern und Deutschen, aber auch von Polen und Ukrainern besiedelt worden sind. Diese Europäer haben dort bis in unsere Tage ihre Bräuche und ihre Sprache weiter gepflegt. Damit haben sie Einfluß auf die brasilianische Kultur ausgeübt, sind aber gleichzeitig auch von dieser beeinflußt worden. Durch diese Wechselwirkung entstand eine vielfältige Kultur von hoher Eigenständigkeit. Eine große Bevölkerungsgruppe bilden auch die Nachkommen von japanischen Einwanderern (die größte Anzahl von Japanern außerhalb Japans), die sich schwerpunktmäßig in den Bundesstaaten São Paulo und Paraná niedergelassen haben. Syrer, Palästinenser und Libanesen, katholische Christen und Juden leben in beachtlicher Anzahl in den großen Städten des Landes Seite an Seite, häufig im gleichen Viertel, in der gleichen Straße. Diese Entwicklung vollzog sich spontan und geht vorwiegend schon auf die Kolonialzeit zurück. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1822 wurde die Vermischung und das harmonische Zusammenleben verschiedener Ethnien, Rassen und Kulturen, die das Erscheinungsbild des Landes prägten, immer stärker zu einer wahren Ideologie erhoben. Kurz nach der Unabhängigkeitserklärung entstand die "Indianisten-Bewegung", die den brasilianischen Indio zum Symbol des Landes machte und ihn zum Motiv für bedeutende Kunstwerke im Bereich von Musik, Literatur, Malerei und Bildhauerei werden ließ. Im Jahr 1922 gingen dann von der "Woche der Modernen Kunst" in São Paulo wichtige neue Impulse auf die brasilianische Gesellschaft aus. Gültig blieb jedoch weiterhin die Auffassung, daß Brasiliens Kultur aus der Vermischung von Rassen aus drei Kontinenten - Amerika, Europa und Afrika - hervorgegangen ist. Mit der Bewegung von 1922 setzte einerseits eine bewußte Aufwertung des afro-brasilianischen Beitrags zur Kultur des Landes ein, andererseits verfestigte sich unter Künstlern und Intellektuellen der (später allgemein gehegte) Wunsch, dem dreifachen kulturellen Ursprung Brasiliens in einer international gültigen zeitgenössischen Sprache Ausdruck zu verleihen. Einige Kritiker sind der Ansicht, die brasilianische Kultur beziehe aus dieser bewußten Hinwendung zu den lokalen Eigenheiten und deren Darstellung in einer international gültigen künstlerischen Sprache immer wieder neue schöpferische Kräfte und Eigenprägung. Diese Eigenschaften werden noch durch die spontane Offenheit verstärkt, mit der die brasilianische Kultur äußere Einflüsse aufnimmt und den Fremden selbstverständlich willkommen heißt. So ist die heutige, weltweit so bewunderte Música Popular Brasileira das Ergebnis einer Vermischung von Elementen ganz unterschiedlichen Ursprungs, die durch die integrative Kraft der brasilianischen Gesellschaft zu einer Einheit verschmelzen. Diese Fähigkeit, sich für Einflüsse von außen offenzuhalten, sich diese anzuverwandeln und zu etwas typisch Brasilianischem umzuformen, ist bezeichnend für das Wesen des Brasilianers und der brasilianischen Kultur, die von Toleranz, d.h. von der Akzeptanz des anderen und des Andersartigen, gekennzeichnet ist. Mit seiner offenen, kreativen und eigenständigen Kultur verfügt Brasilien auf allen Ebenen über eine kulturelle Vielfalt, die genauso abwechslungsreich ist wie das Klima, die Atmosphäre, die Ethnien, Landschaften und Menschen in diesem Land kontinentaler Ausmaße. In einer der größten Demokratien der Welt erhält die brasilianische Kultur durch ein von schöpferischer Freiheit bestimmtes Klima noch zusätzliche Dynamik.

Die besondere Verantwortung Brasiliens: In kaum einem anderen Land gibt es eine so vielfältige Natur wie in Brasilien. Jedes Kind kennt das Amazonasgebiet als ğLunge der ErdeĞ und als Synonym für Schönheit und Vielfalt der Schöpfung. Der Amazonaswald verteilt sich auf eine Fläche von ca. 6.915.000 Quadratkilometern. Dies entspricht etwa einer Fläche, die der Bundesrepublik Deutschland 19 mal entspricht. Der bei weitem größte Teil davon liegt in Brasilien. Als Beispiel für den natürlichen Reichtum sei nur genannt, daß von den weltweit rund 1.700 Vogelarten über zwei Drittel ihre Heimat im Amazonasgebiet haben. Brasilien ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Wissenschaftler schätzen, daß im Amazonasgebiet zwischen 800.000 und 5.000.000 Arten heimisch sind. Dies entspricht 15 - 30 Prozent aller Spezies der Erde. Der genetische Reichtum dieser Region ist noch weitgehend unerforscht. Wissenschaftler sind davon überzeugt, daß von noch verborgenen Stoffen in der brasilianischen Pflanzenwelt wichtige Impulse bei der Bekämpfung von Krankheiten oder der Schaffung neuer Materialien zu erwarten sind. Brasilien bekennt sich national und international zu der besonderen Verantwortung, die es als Heimatland des weltweit größten zusammenhängenden tropischen Waldgebietes hat. Die Bewahrung des Amazonas trägt nicht nur entscheidend zur Abwendung globaler Klimaveränderungen bei. Der Schutz des Amazonasgebiets garantiert auch den Bestand einer einmaligen Artenvielfalt und die Bewahrung einer Pflanzenwelt, die noch längst nicht erschöpfend erforscht ist. Nicht zuletzt gilt es, durch einen wirkungsvollen Umweltschutz den Lebensraum indigener Völker zu bewahren.

Torismus in Brasilien: Nur wenige Länder bieten dem Touristen eine solche Vielfalt an Möglichkeiten wie Brasilien. Das Land umfaßt beinahe die Hälfte des südamerikanischen Kontinents und ist mit einer Fläche von mehr als 8 Millionen qkm nach Rußland, Kanada, China und den Vereinigten Staaten das fünftgrößte Land der Erde. Das Klima des Landes reicht von tropisch über subtropisch bis hin zu gemäßigt. Mit durchschnittlichen Temperaturen von über 20°C bietet sich dem Touristen ganzjährig die Möglichkeit, die zahllosen Strände entlang der etwa 7.400 km langen Küste zu genießen, an der ideale Windverhältnisse zum Segeln herrschen und die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: ruhige weiße Sandstrände, Surferstrände mit hohem Wellengang, belebte Stadtstrände und entlegene, nahezu unberührte Buchten. In Brasilien sind alle Strände öffentlich zugänglich. Geographisch wird Brasilien in fünf Regionen unterteilt: Norden, Nordosten, Mittlerer Westen, Südosten und Süden. Jede wird ganz unterschiedlichen touristischen Ansprüchen gerecht, gemeinsames Merkmal aller Regionen ist jedoch die natürliche Schönheit ihrer Landschaft. Diese unterschiedlichen Reize machen eine Brasilienreise zu einem besonderen Abenteuer, das seinen Weg an Flüssen entlang, durch Täler und über beeindruckende Berge nimmt. Auch eine Reihe von historischen Sehenswürdigkeiten - Bauten und Kunstwerke aus der Kolonialzeit (1500 - 1822), dem Kaiserreich (1822 - 1889) sowie moderne Architektur - machen eine Brasilienreise äußerst reizvoll. Mit seinem angenehmen Klima und den zahlreichen Landschaftsformen bieten sich unzählige Möglichkeiten für einen Aktivurlaub. Auf derartigen Reisen lassen sich Freizeitvergnügen, Sport, Abenteuer, Kultur, Studium und berufliche Interessen auf ideale Weise miteinander verbinden: Incentivereisen, Wander- und Kletterreisen, Kreuzfahrten, Exkursionen zur Beobachtung von Flora und Fauna, Fotoreisen, Angelurlaub und Studienreisen. Das Land wird von den wichtigsten Fluglinien angeflogen und verfügt über ein dichtes Netz einheimischer und internationaler Hotels. Besiedlung und Einwanderung: In den ersten Jahrhunderten nach der Entdeckung Brasiliens entstanden in Küstennähe zahlreiche Siedlungen. Ab dem 16. Jahrhundert etablierte sich im Recôncavo Baiano (Hinterland des Bundesstaates Bahia) der Zuckerrohranbau und führte ausgehend von der ersten Hauptstadt der Kolonie - Salvador - zur Gründung vieler kleiner Städte. Aufgrund der stetig wachsenden Zuckerausfuhr stieg der Bedarf an Rindern zur Betreibung der Zuckermühlen. So verlagerte sich die Viehwirtschaft in die Trockensteppen des Nordostens (Sertão). Auch unzählige Familien kamen von weither, um auf den Rinderfarmen zu arbeiten, aus denen heraus sich die ersten Dörfer und Städte der Region entwickelten. Die Viehwirtschaft spielte nicht nur für die Besiedlung des Landes eine maßgebliche Rolle, sondern auch für die Entwicklung der Subsistenz-Wirtschaft sowie für den Baumwoll- und Tabakanbau. Die Tabakplantagen befanden sich größtenteils im Recôncavo. Die sog. Bandeiras, die ersten Expeditionen ins Landesinnere im 17. Jahrhundert, dehnten das portugiesische Einflußgebiet aus und verfolgten das Ziel, Indios als Arbeitskräfte zu gewinnen sowie Gold und Edelsteine zu finden. Die Expeditionen stießen bis zur Amazonasmündung vor, wo 1616 die heutige Stadt Belém do Pará gegründet wurde. Die Goldfunde in den heutigen Bundesstaaten Minas Gerais, Mato Grosso, Goiás und Bahia im 18. Jahrhundert hatten einen jähen Bevölkerungsanstieg zur Folge. Straßen wurden gebaut, um bessere Verbindungswege mit den großen Farmen zu schaffen und die Fleisch- und Lederzufuhr in die Goldgräbergebiete zu fördern. Durch den einsetzenden Edelsteinhandel entstanden nicht nur im Landesinneren, sondern auch an der Küste zahlreiche neue Städte, die Häfen wurden ausgebaut. Mit der Öffnung der brasilianischen Häfen im Jahre 1808 setzte zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein zweiter großer Siedlungsschub ein. Eine verstärkte Nachfrage nach Baumwolle in Europa kam nicht nur Bahia, sondern auch den riesigen Anpflanzungsgebieten im heutigen Bundesstaat Maranhão zugute, das geographisch gesehen dem europäischen Markt am nächsten lag. Mit Ende des Unabhängigkeitskrieges in Nordamerika wurde diese Blütephase unterbrochen. Auch Kaffee war im 19. Jahrhundert in Europa ein gefragtes Produkt, was insbesondere im heutigen Bundesstaat São Paulo zur Entwicklung des Kaffeeanbaus beitrug. Der auf diese Weise entstandene Arbeits- und Verbrauchermarkt zog verstärkt Kapital an, was die langsam einsetzende Industrialisierung v.a. im mittleren Süden des Landes maßgeblich vorantrieb. Der Bau von Eisenbahnschienen und Telegrafenleitungen sowie die Gründung der ersten Schiffahrtsgesellschaften förderten zusätzlich die Urbanisierung des Südens. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zog der Kautschukboom im Amazonasgebiet viele Menschen aus dem Nordosten an, die der Dürre und wirtschaftlichen Misere zu entkommen versuchten. Dritter wichtiger Produktionsstandort wurde der Süden Bahias, wo der Kakao-Anbau viele Menschen aus dem Nordosten anzog. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Siedlungsprozeß allmählich zurück. Der Mittlere Westen und das Amazonasgebiet wurden schrittweise in die Volkswirtschaft des Landes integriert. Der Bau der Hauptstadt Brasilia, die 1960 eingeweiht wurde, war ein Meilenstein im Prozeß der Selbstbesinnung des Landes. Mit dem Bau der Bundesstraßen Transamazônica und Cuiabá-Santarém wurde der Zugang in die Amazonasregion erleichtert. An den neu gebauten Straßen entstanden neue Städte. Große Vorhaben in der Viehwirtschaft und der Rohstofförderung im Amazonas trugen zu einer weiteren Verstädterung bei. Einwanderung - Für die Einwanderung im engeren Sinne - die Portugiesen gelten als Kolonialherren, und die Millionen afrikanischen Sklaven, die zwischen dem 16. Und 19. Jahrhundert gewaltsam nach Brasilien verschleppt wurden, kamen auf unfreiwilliger Basis und können deshalb nicht als Einwanderer gelten - waren zwei geschichtliche Schlüsselereignisse maßgeblich: die Öffnung der brasilianischen Häfen für die "befreundeten Nationen" im Jahre 1808 sowie die Unabhängigkeit 1822. Die brasilianischen Monarchen waren insbesondere an einer Besiedlung des Südens interessiert und boten den Einwanderern kleine Landparzellen an, damit diese sich als Kleinbauern dort niederließen. Zunächst aus Deutschland, dann ab 1870 verstärkt aus Italien kamen die Einwanderer, deren Nachkommen bis heute den Hauptanteil der Bevölkerung in Santa Catarina und Rio Grande do Sul bilden. Die größte Einwanderungswelle setzte jedoch zwischen 1880 und 1890 in São Paulo ein. Damals ging es der brasilianischen Regierung v.a. darum, als Ersatz für die afrikanischen Sklaven - 1888 wurde die Sklaverei endgültig abgeschafft - Arbeitskräfte für den gerade in São Paulo boomenden Kaffee-Anbau zu gewinnen. Dies fiel mit den verstärkten Auswanderungsbestrebungen in Europa zusammen, die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzten und erst zu Beginn des Ersten Weltkrieges abebbten. Sowohl die sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen in einigen europäischen Ländern als auch die durch die Dampfschiffahrt und billige Preise günstigen Reisemöglichkeiten gaben vielen Menschen den Anstoß, auf der Suche nach neuem Glück den Sprung über den Ozean zu wagen. Nach der Ankunft der ersten Einwanderer setzte eine regelrechte Kettenreaktion ein - die Familien und Freunde der ersten Generation reisten nach und wurden somit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Zwischen 1882 und 1934 sind offiziellen Zahlen zufolge etwa 4,5 Millionen Menschen nach Brasilien eingewandert. 2,3 Millionen davon wurden bei ihrer Ankunft allein im Hafen von Santos (São Paulo) als Passagiere dritter Klasse registriert - die Dunkelziffer der nicht erfaßten Immigranten wird hoch eingeschätzt. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang jedoch auch die Phasen, in denen viele Menschen in ihr Ursprungsland zurückkehrten. Während der Kaffeekrise zwischen 1903 und 1904 wurden beispielsweise in São Paulo stark rückläufige Einwanderungszahlen verzeichnet. Ab den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ließ die Masseneinwanderung aus europäischen Ländern allmählich nach. Die nationalistische Politik einiger Länder - z.B. in Italien nach der Machtergreifung Mussolinis - legte der Auswanderung nach Lateinamerika so manches Hindernis in den Weg. In Brasilien konnte der während der Industrialisierung gestiegene Bedarf an Arbeitskräften indessen auch mit innerbrasilianischen Migrationen gedeckt werden. Viele Menschen aus dem Nordosten und aus Minas Gerais machten sich in das "El Dorado São Paulo" auf. Lediglich in São Paulo nahm der Zustrom an japanischen Einwanderern auch in den dreißiger Jahren nicht ab - sie versuchten in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben Fuß zu fassen. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Einwanderung in Bezug auf die Herkunftsländer stark diversifiziert - zu den traditionellen Immigranten gesellten sich z.B. Menschen aus den Nachbarländern Argentinien, Uruguay, Chile, Bolivien, die von beruflichen oder politischen Gründen getrieben waren. Koreaner bevölkerten in großer Zahl Gastronomie und Einzelhandel São Paulos. Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten, die sich ortsunabhängig Einwanderern im allgemeinen stellen, ist es den Immigranten in Brasilien gelungen, sich vollends in die dortige Gesellschaft zu integrieren. Dies war in den meisten Fällen mit einem wirtschaftlich-sozialen Aufstieg verbunden, was maßgeblich zu den sozio-ökonomischen und kulturellen Veränderungen im Süden des Landes beigetragen hat. Dort etablierten sich die Einwanderer v.a. im Weizenanbau und Weinbau sowie der lokalen Industrie, während in São Paulo die Vorantreibung von Industrie und Handel im Vordergrund standen. Auch kulturell hinterließen sie Spuren, beispielsweise, in Mentalität (neues Arbeitsverständnis), neuen Eßgewohnheiten und Sprachneuerungen (Bereicherung des portugiesischen Wortschatzes, typischer Akzent). Insbesondere im Süden des Landes haben die Einwanderer aus Europa, dem Nahen Osten und Asien (Portugiesen, Italiener, Spanier, Deutsche, Syrer, Libanesen und Japaner) die ethnische Zusammensetzung der brasilianischen Bevölkerung bereichert. Gemeinsam mit dem großen Einfluß der Indios und Afrikaner ergibt sich eine ethnische Vielfalt, in der trotz aller Unterschiede ein gesellschaftliches Gemeinschaftsgefühl und eine gemeinsame Identität bestehen.

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Sammelbilder - Sanella Alben

Die Reiseroute geht über Westindien, Mexiko, Venezuela, Guayana, Brasilien, Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, Ekuador und Kolumbien

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Die Reiseroute geht über Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Sudan, Dschibuti, Äthiopien, Uganda, Kenia, Tansania, Madagaskar, Mosambik Südafrika, Kongo, Gaben, Kamerun, Guinea, Ghana, Mali, Liberia, Teneriffa, Madeira und Marokko

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Die Reiseroute geht über Nord-West -Australien, Nord-Australien, West-Australien, Ostküste Australien

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Die Reiseroute geht über Hongkong, Kanton, Kanton-Hankau-Eisenbahn, Schanghai, Nanking, Nanking nach Peking

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