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Reiseberichte aus Nordkenia von Jörg Wurmisch |
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Kenia |
Kitale |
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Reisebericht aus Kenia
So wie die meisten Kenianer in Nordkenia reisen, besuchte ich die Orte, Nairobi, Kitale, Lodwar, Kalokol, Turkanasee, Lokichoggio, Isiolo, Moyale, Marsabit, Nationalpark Marsabit, Nanyuki und Meru.
Kitale - Lodwar - Turkanasee bei Kalokol - Lokichoggio - Todenyang
Am Morgen des 01.06.05 fuhr der Bus nach Kitale über Nakuru und Eldoret, das als erstes Etappenziel 380 km entfernt ist, ab. Die Fahrt war etwas beengt, aber nicht schwierig und für einen Neuling auch etwas Besonderes. Kitale ist eine angenehme Stadt mit einem gesunden Klima. Sie ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen am Fuße des Mount Elgon. In der Umgegend von Kitale wird intensive Landwirtschaft betrieben. Ich buchte im Sunrise Motel eine Nacht und erkundete danach die Stadt. Da ich in Nairobi aus unverständlichen Gründen kein Telefongespräch nach Hause führen konnte, war ich hocherfreut, daß es in Kitale klappte und ich stolz mein Etappenziel präsentieren konnte. Telefonieren in Kenia ist bedeutend billiger als vor Jahren. Einem kleinen Jungen, vielleicht elf Jahre, spendierte ich ein Essen und kaufte ihm danach ein Paar Schuhe. Ich habe selten eine solche Freude gesehen. Am nächsten Tag buchte ich noch eine Nacht um die Gegend in Richtung Mt. Elgon, den zweit höchsten Berg von Kenia, zu erkunden. Anschließend machte ich mich für die Weiterreise am nächsten Tag nach Lodwar, eine Strecke von ca. 310 km, am Busbahnhof kundig. Früh um sechs Uhr bestieg ich den Bus nach Lodwar der eigentlich gleich losfahren sollte. Busse in diesen Regionen fahren aber immer erst ab wenn der letzte Platz belegt ist. Zwischenzeitlich ist der Bus eine Durchgangsstraße für viele Händler. In zahlreichen Handbüchern für Reisende wird vor solchen unübersichtlichen Situationen gewarnt und demzufolge hatte ich immer ein wachsames Auge auf mein Gepäck. Ich hatte aber auf der ganzen Reise keinen Ärger gehabt. Eine Flasche Wasser habe ich mir zwischenzeitlich von einem Händler holen lassen und der auch mit dem Restgeld wiederkam. Ich mußte mich sechs Stunden in Geduld üben, bis es endlich losging.
Anfangs fuhren wir durch eine fruchtbare Gegend. Es ging langsam bergauf und die Landschaft wandelte sich in eine weniger reizvolle. An einer Furt mußten wir eine Zwangspause einlegen. Ein großer Lastwagen war in ihr stecken geblieben. Nach einer Stunde schon kam zu meinem Erstaunen eine große Zugmaschine die den Weg frei räumte. Es ging nun viele Stunden über die Hochebene. Die Menschen, die man ab und zu auf der Piste und den Haltepunkten zu sehen bekam, wurden immer exotischer.
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