Amazonas von Jörg Wurmisch- Nairobi

Reiseberichte Amazonas von Jörg Wurmisch- Nairobi

Reisebericht Amazonas

Der Amazonaswald verteilt sich auf eine Fläche von ca. 6.915.000 Quadratkilometern. Dies entspricht etwa einer Fläche, die der Bundesrepublik Deutschland 19 mal entspricht. Der bei weitem größte Teil davon liegt in Brasilien. Als Beispiel für den natürlichen Reichtum sei nur genannt, daß von den weltweit rund 1.700 Vogelarten über zwei Drittel ihre Heimat im Amazonasgebiet haben. Brasilien ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Wissenschaftler schätzen, daß im Amazonasgebiet zwischen 800.000 und 5.000.000 Arten heimisch sind. Dies entspricht 15 - 30 Prozent aller Spezies der Erde. Der genetische Reichtum dieser Region ist noch weitgehend unerforscht. Wissenschaftler sind davon überzeugt, daß von noch verborgenen Stoffen in der brasilianischen Pflanzenwelt wichtige Impulse bei der Bekämpfung von Krankheiten oder der Schaffung neuer Materialien zu erwarten sind. Brasilien bekennt sich national und international zu der besonderen Verantwortung, die es als Heimatland des weltweit größten zusammenhängenden tropischen Waldgebietes hat. Die Bewahrung des Amazonas trägt nicht nur entscheidend zur Abwendung globaler Klimaveränderungen bei. Der Schutz des Amazonasgebiets garantiert auch den Bestand einer einmaligen Artenvielfalt und die Bewahrung einer Pflanzenwelt, die noch längst nicht erschöpfend erforscht ist. Nicht zuletzt gilt es, durch einen wirkungsvollen Umweltschutz den Lebensraum indigener Völker zu bewahren. Der Rio Negro entspringt als Río Guainía im Südosten von Kolumbien. Seine Quellen befinden sich in der dortigen Provinz Guainía, von wo er anfangs nach Osten fließt, um später nach Süden einzuschwenken und die Grenze von Kolumbien und Venezuela zu bilden. Dort ist der Fluss über den Brazo Casiquiare, einen kanalartigen Seitenarm des Río Casiquíare, durch eine Flussbifurkation mit dem nördlich und dann östlich fließenden Orinoco in Venezuela verbunden. In Äquatornähe wird der Rio Negro vom Rio Uaupés gespeist. Er wendet sich im brasilianischen Bundesstaat Amazonas in Richtung Osten und bildet kurzzeitig die Grenze zum benachbarten Bundesstaat Roraima. Auf seiner Nordseite fließt ihm sein größter Nebenfluß, der Rio Branco, zu. Zirka 300 Kilometer nach der Einmündung des Uaupés verästelt sich der durch Verflachung und Rückstau vom Rio Amazonas an Strömungsgeschwindigkeit verlierende Rio Negro in viele Arme und bildet dadurch einen teils bis zu 20 Kilometer breiten Flußlauf bzw. ein ausgedehntes Überschwemmungsland. Spätestens nach dem eben erwähnten Grenzlauf wendet er sich nach Südosten, um bei Manaus in den Rio Solimões zu münden. ( Amazonas )

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Amazonas - Den Rio Negro stromaufwärts

 

 Information über die Fischwelt aus dem Amazonasgebiet

 Buntbarsche - Salmler - Welse

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Na so was, na so was, wir fahren zum Amazonas. Wochenlang trällerten wir es vor uns hin, bevor es so weit war. Meine Doris und ich hatten schon immer ein Stück Amazonas in Form eines Aquariums besessen. Nun wollten wir das Gebiet, das Heimat vieler Zierfische ist, selbst einmal erleben. Wir hatten eine Reise nach Venezuela, mit einem achttägigen Abstecher nach Manaus in Brasilien, gebucht. Dort wartete ein Schiff, daß mit uns den Rio Negro aufwärts fuhr. Eine kleine Stadtbesichtigung vorab war mit im Programm.

Teatro Amazonas im Herz von Amazonien

Markthalle von Manaus

Kaianlagen von Manaus

Ankunftstag in Manaus

Zunächst waren wir auf uns selbst gestellt. Mit einem kleinen Bummel durch Manaus gewannen wir unsere ersten Eindrücke. Manaus ist auf einer Anhöhe gebaut. Die erhöhten Flächen werden von den wohlhabenden Bürgern der Stadt bewohnt und die ärmeren Bürger bewohnen die feuchten Regionen der tiefer gelegenen Flächen. Die Umzäunung vom Gouverneurspalast dient als Rückwand für primitive Hütten am Rand zu einer Senke. Der Friedhof von Manaus ist mit seinen alten Gräbern aus der Kautschukzeit durchaus sehenswert.

2. Tag

Mit der Gruppe wurde am nächsten Tag das Opernhaus, die Markthallen, der Bereich des Zollhafens und das Haupteinkaufszentrum besichtigt. Die zwei Tage in Manaus mußten wir uns selbst verpflegen, was eine Katastrophe war.

3. Tag

Frühzeitig fuhren wir zu dem Luxushotel Tropical Manaus, wo sich die Schiffsanlegestelle befand. In dieser Zeit war der deutsche Bundespräsident dort zu Gast. Gäste aus dem Hotel, die ebenfalls sich einschifften, erzählten uns von einer protokollarischen Panne. Man hatte zur Begrüßung des Bundespräsidenten die Nationalhymne der ehemaligen DDR abgespielt. Achtzehn Reisende nahmen an der Reise teil. Die Kabinen waren sehr klein und mit einem kleinen separaten Toilettenraum verbunden. Das Schiff hatte eine landestypische Form, es schipperte mit uns stromaufwärts, dem Abenteuer entgegen. Die Bordverpflegung war überraschend gut. Wir legten in einem Nebenarm des Rio Negro an und konnten ein Bad nehmen. Abends fuhren wir mit kleinen Booten zum Angeln in einen noch kleineren Seitenarm. Die Ausbeute bestand fast nur aus Piranhas, die uns zum Abendbrot serviert wurden und köstlich schmeckten. Auf dem Wasser und bei den Landgängen gab es keine einzige Mücke. Durch die gelösten Humusstoffe im Wasser des Rio Negro werden die Bedingungen für Mückenlarven äußerst lebensfeindlich.

Ausgangspunkt der Reise

Auf dem Rio Negro

Halt in einem Seitenarm des Rio Negro

4. Tag

Gleich nach Anbruch des Tages ging die Fahrt weiter den Rio Negro stromaufwärts. Die Uferzone bildete herrliche Sandstrände aus, die noch mehr wie am Tag zuvor, zum Baden einluden. Mittags besuchten wir ein einzelnes hochgelegenes Gehöft mit einem gigantischen Paranußbaum. Wir erkundeten die nähere Umgebung und hielten natürlich alles auf Bildern fest. Eine am Ufer gelagerte Krokodilhaut stimmte uns schon auf die abendliche Krokodiljagd ein. Abends am Ankerplatz wiederholte sich das Umsteigen auf kleine Boote vom Vortag und wir fuhren in kleinere Seitenarme auf der Suche nach einem Krokodil. Einer der Bootsleute hatte schließlich ein kleines Krokodil gefangen. Das Krokodil stellte sich anfangs tot. Plötzlich änderte es seine Taktik und befreite sich durch kräftiges Schlagen. Es fiel in unser Boot. Dies befreite mich von meinem passiven Gefühl in dem ich beherzt zufassen konnte und dafür anerkennende Bemerkungen von den Mitreisenden bekam. Wir nahmen das Krokodil zur Ansicht für die Zurückgebliebenen mit auf das Schiff. Diesmal ließen wir unsere Beute aber wieder frei.

Anhöhen waren selten am Rio Negro

Eingang zur grünen Hölle des Amazonas

Uferzone

5. Tag

Wir besuchten eine kleine gepflegte Siedlung mit einem kleinen Sägewerk. Der Ort ist nur auf dem Wasserweg erreichbar. Im Ort konnten wir noch einige Papageien bewundern, bevor es weiter ging. Am Nachmittag wurde ausgiebig gebadet. Eine kleine Dschungelwanderung stand gegen Abend noch auf dem Programm.

6. Tag

Der vierte Tag auf dem Wasser, brachte uns das Schiff Manaus wieder ein Stück näher. Wir konnten von Bord einige Süßwasserdelphine beobachten. Zwischenzeitlich machten wir noch zwei Exkursionen in den Wald. Die ganze Reise erfolgte in der Trockenzeit. Wir konnten im Inneren des Waldes aber noch aus den Spuren des letzten Hochwassers ein Bild erahnen, wie das Gebiet zur Überschwemmungszeit aussieht. Die Nacht wurde wieder in einem kleinen Seitenarm am Ufer verbracht.

7. Tag

Am frühen Vormittag erreichten wir wieder Manaus und sahen uns vom Boot aus den Zusammenfluß von Rio Negro und Rio Solimöes zum mächtigen Amazonas an. Die unterschiedliche Farbgebung der beiden Ströme konnte man noch eine lange Strecke im gemeinsamen Flußbett verfolgen. Danach verließen wir das Schiff. Am Nachmittag besuchten wir noch das Indiomuseum und ein kleines Naturkundemuseum.

Kautschukbaum

Trinkwasser

Im Indiomuseum von Manaus

8. Tag

Rückflug nach Venezuela.

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